JOS DIEGEL & MARLET HECKHOFF

 

"Wenn Fiktion auf Realität trifft, müssen sich beide entscheiden, wer sie sind"

 

 

Galerie Biploar presents two distinct artist personalities who both make collaborative work. Though their disciplines are wide apart, their similarities are highlighted. Heckhoffs paintings often refer to medial and cinematographic aesthetics and experiences. Diegels Video- and filmic works reflect surface and structure in his experimental, sensual and painting-like approach.

 

Both explore surfaces. They dissolve the frameworks of reality and fiction. They merge the production process with the end result, remove references of cultural goods, and find the link between the artists and surrealism.

 

Visitors are encouraged to take part in a new collective experimental film work by Jos Diegels. The 35mm material workshop installation allows you to scratch and paint on filmmaterial. "Wenn Fiktion auf Realtät trifft, müssen sich beide entscheiden, wer sie sind" is Galerie Bipolar's second show this year and the first in a series of duo shows bringing together two sides of the same coin.



 

MARLET HECKHOFF

 

Ihre Motivfindung betreibt Marlet Heckhoff sowohl auf der Straße als

 

auch in der Kunstgeschichte. Sie verfügt über ein weitreichendes Archiv

 

von fotografischen Zeugnissen urbaner Strukturen. So ist das Monument

 

für die dritte Internationale von 1920 ebenso Inspirationsquelle für das

 

formale Vokabular der Künstlerin, als auch die offen

 

funktionalistischen Gebilde der Industriebauten und die spiegelnden

 

Architekturen der Innenstädte. Ihr Fokus liegt besonders auf den

 

Störungen und Bruchstellen in den Oberflächen der Städte. So beeinflusst

 

die Visualität von Streetart und Graffiti ihre Malerei, wie auch die

 

bildgewaltige Ästhetik von Science-Fiction-Filmen oder Computerspielen.

 

Aus der Ansammlung der zusammengetragenen Eindrücke entwickelt sie

 

ihre eigenen, konkrete Bildwelten als ein spezifisches Destillat aus

 

urbanen und medialen Referenzen. In Heckhoffs Arbeiten finden sich

 

Anleihen der konstruktivistischen Malerei und Architektur, allerdings

 

setzt sie sich über die inhaltlich streng gegenstandslose Maxime der

 

ursprünglichen Konstruktivisten hinweg. Quelle ihrer oft überwiegend

 

geometrischen Strukturen sind urbane Realitäten, die sie durch die

 

Mittel der Malerei in eigenständige Bildarchitekturen transformiert.

 

So sind Heckhoffs Malereien gleichzeitig historisch und gegenwärtig

 

und changieren zwischen Fiktionalität und Realität. Auf diese Weise

 

entstehen Räume, Schichtungen und Formationen aus Flächen, Linien und

 

Farbe, deren konkrete Definition sich dem Betrachter entzieht, und die

 

komplexe und verschiedenartige Interpretationen zulassen.

 

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www.marlet-heckhoff.de